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Wissenswertes über "R" wie...

Rauchen

Rauchen auf lange Sicht ist gesundheitsschädlich. Aber schon beim Genuss einer einzigen Zigarette können im Körper Entzündungsprozesse ausgelöst werden. Diese sind während einer Untersuchung der Blutwerte, wie sie bei Plasma- und Blutspenden regelmäßig stattfinden, von Entzündungen anderer Ursachen oder (infektiösen) Krankheiten nicht zu unterscheiden. Im schlimmsten Fall können wir das abgenommene Blut oder Plasma dann nicht nutzen und müssen es wegwerfen. Außerdem stellen die Wirk- und Giftstoffe einer Zigarette (wie Nikotin) eine zusätzliche Belastung für den Körper dar und erhöhen das Risiko für Spendenebenwirkungen. Daher bitten wir, in den letzten zwei Stunden vor der Spende nicht zu rauchen.

Reiserisikogebiete

In manchen Fällen sind für Blutspender nach einer Reise Spendepausen zu beachten. Nach Rückkehr aus Malariarisikogebieten wie z. B. Bali oder Thailand darf sechs Monate lang kein Blut gespendet werden.

Auch nach dem Urlaub in anderen Ländern muss zu bestimmten Zeiten (01. Juni bis 31.November) eine Pause eingehalten werden. Nach der Reise in ein West-Nil-Virus-Gebiet wie z.B. USA oder Israel sind es vier Wochen. Eine Plasmaspende ist in dieser Zeit jedoch möglich.

Nach der Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland sind Spender aktuell für 14 Tage gesperrt.

Rhesusfaktor

Neben den bekannten Blutgruppenmerkmalen des AB0-Systems hat das Rhesussystem die größte Bedeutung. Der Name Rhesus geht auf den Rhesusaffen zurück, bei dem Karl Landsteiner und Alexander Solomon 1940 dieses Merkmal entdeckt haben. Ohne Beachtung des Rhesusfaktors kann es bei einer Bluttransfusion zu erheblichen Nebenwirkungen kommen.

Richtlinien

Jede Blutspendeinrichtung, die Blut oder Blutbestandteile abnimmt, verarbeitet oder an andere abgibt, muss sich an gesetzliche Richtlinien halten. Diese Regularien legen verbindlich fest, welche Untersuchungen für den Spender und Empfänger zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit erfolgen müssen. Außerdem haben die Einrichtungen strenge räumliche und personelle Auflagen sowie genaueste Dokumentationspflichten zu erfüllen.

Fachleute und Experten in den Bundesländern, der Regierung und den übergeordneten europäischen Gremien legen diese Richtlinien fest und erlassen Gesetze, die bindend sind (z. B. Transfusionsgesetz, Arzneimittelgesetz)

Risiko

Die Sicherheit einer Blut- und Plasmaspende steht nicht nur für die Empfänger von Blutprodukten im Vordergrund, sondern hat selbstverständlich auch für die Blutspender hohe Priorität. Die Risiken, die mit einer Blutspende verbunden sind, werden bereits im Vorfeld weitestgehend ausgeschlossen bzw. minimiert.

Dafür gibt es unter anderem eine ausführliche Befragung zum persönlichen Gesundheitsstand sowie ärztliche Untersuchungen und Einschätzungen. Bereits bei Verdacht, dass eine Blutspende der eigenen Gesundheit des Spenders abträglich wäre, wird eine Zulassung zur Spende nicht gegeben. Dies kann befristet, aber auch dauerhaft erfolgen und dient dem Spenderschutz.

Eine Blutspende ist in der Regel nicht mit gesundheitlichen Belastungen verbunden und meist gut verträglich. Auch die Befürchtungen, sich bei einer Spende mit Krankheiten zu infizieren, sind unbegründet. Es werden ausschließlich sterile Einwegmaterialien verwendet, welche dieses Risiko ausschließen.

Im Rahmen der Punktion kann es durch den Einstich zu Irritationen kommen. So kann zuweilen ein kleiner Bluterguss entstehen, der in der Regel nach wenigen Tagen von selbst verschwindet. Gelegentlich kommt es während der Spende zu Kreislaufstörungen (Blässe, Schwitzen, Schwindel), die sich nach der Spende wieder geben. In sehr seltenen Fällen (< 0,01%) kommt es zu stärkeren Nachblutungen, Kreislaufproblemen mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen. Und noch seltener werden Reizung bzw. Schädigung von Blutgefäßen oder Nerven bzw. Entzündungen am Punktionsarm verzeichnet.

Entscheidend für die Verträglichkeit einer Blutspende ist jedoch auch das Verhalten des Spenders. So sollte zur Vorbereitung reichlich getrunken und gut gegessen werden. Auch die Ruhephase nach der Spende ohne körperliche Belastung (speziell des Armes) und der Verzicht auf Sport, sind wichtig und tragen zur Risikominimierung bei.

Rückstellung

Prinzipiell entscheidet der Spendearzt, ob ein Spender an diesem Tag zu einer Spende zugelassen werden kann oder nicht. Ein Recht auf eine Spende besteht nicht.

Befristete oder teilweise dauerhafte Ausschlüsse von der Spende dienen sowohl zum Schutz der Spender als auch der Empfänger von Blutkonserven.
Dabei sind in der Regel eine Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen und individuelle Sperrkriterien des jeweiligen Blutspendedienstes zu beachten, aber auch die Einschätzung des Arztes spielt eine Rolle.

Eine Rückstellung kann aus verschiedenen Gründen erfolgen.

Ruhezeiten

Bei der Blut- & Plasmaspende tun Sie anderen und sich selbst Gutes, allerdings ist es auch eine Belastung für den Körper. Daher sollten Sie vor und nach der Spende Stress und Hektik vermeiden und sich durch eine gute Mahlzeit und viel Flüssigkeit auf die Spende vorbereiten. In den Spendezentren stellen wir Ihnen für die Ruhezeit nach Ihrer Spende auch Säfte, Tee, Wasser und eine Kleinigkeit zum Essen zur Verfügung.