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Verarbeitung von Blutspenden

Versorgungssicherheit

Das Blutspendewesen und die Versorgung der Patienten ist eine nationale Aufgabe. Jedes EU Land ist somit verpflichtet, selbst Sorge für die Sicherstellung von Blutprodukten zu tragen. Die in Deutschland abgenommenen Blut- und Plasmaprodukte werden in Deutschland verarbeitet und verabreicht. In äußerst seltenen Fällen humanitärer Hilfe können in Deutschland abgenommene Blut- und Plasmaprodukte ins Ausland geliefert werden.

Doch wie kommt die Spende vom Spender zum Empfänger? Wir erklären, was dazwischen passiert...

Erfassen und registrieren von Blutspenden

Erfassen und Registrieren

Um das Blut flüssig zu halten, wird es bereits während der Spende in einen sterilen Entnahmebeutel geleitet, in dem sich ein gerinnungshemmendes Mittel befindet.

Außerdem wird jede Spende im Haema Blutspendezentrum im Computer-System erfasst und registriert. So kann jederzeit nachvollzogen werden, zu welchem Spender die Spende gehört und wo sie sich gerade befindet.

Transport Ihrer Blutkonserve

Transport und Logistik der Blutspenden

Gut gekühlt werden alle Blutspenden in die zentrale Verarbeitung der Haema nach Leipzig transportiert. Dafür unterhält Haema eine eigene Logistik, mit Fahrzeugflotte und Fahrern. Tagtäglich werden alle Blutspendezentren angefahren, um die Spenden abzuholen. Aber auch die Depots werden beliefert und medizinische Einrichtungen direkt versorgt.

Blutuntersuchungen und -tests

Laboruntersuchung des Blutes

Mit Hilfe modernster Technik wird das Spenderblut auf Krankheiten und Infektionen wie Hepatitis und HIV untersucht. Außerdem werden Leber-, Eiweiß- und Eisenwerte gemessen. Und schließlich wird die Blutgruppe bestimmt. Ist alles in Ordnung, kann das Blut zur Verwendung freigegeben werden.

Verarbeitung von Blut und Plasma

Aufbereitung der Blutspenden

Parallel zur Laboruntersuchung wird die Blutspende aufbereitet. Das Blut wird gefiltert und zentrifugiert, d. h. maschinell in gleichförmige Kreisbewegungen gebracht. Danach kann die Blutflüssigkeit (Blutplasma) von den festen Blutbestandteilen (rote & weiße Blutkörperchen) getrennt werden. Aus einer Blutspende entstehen so bis zu drei Blutprodukte. Dadurch ist es möglich, dem Patienten genau die Bestandteile zu verabreichen, die er benötigt.

Je nach Bestandteil sind Blutprodukte zwischen vier (Thrombozyten) und 49 Tagen (Erythrozyten) haltbar. Plasma kann tiefgefroren bis zu zwei Jahre gelagert werden.

Versorgung lebenswichtiger Blutprodukte

Versorgung lebenswichtiger Blutprodukte

Sicher verpackt und gut gekühlt gehen die freigegebenen Blutprodukte die letzte Etappe auf ihrem Weg zum Empfänger.

Der Haema Blutspendedienst verfügt in Berlin, Dresden, Essen, Leipzig und Regensburg sowie einer Reihe von Krankenhäusern über eigene Blutdepots. Von dort aus werden alle regionalen und überregionalen Anfragen aus Universitätskliniken, Krankenhäusern oder Arztpraxen bearbeitet und beliefert. Die medizinischen Einrichtungen können dank der Blutspende ihre Patienten mit lebenswichtigen Blutprodukten sicher versorgen.