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Sicherheit von Blutspenden und Plasmaspenden

Spender- & Empfängerschutz

Um gesundheitliche Risiken für Spender und Empfänger zu vermeiden, erfolgen bei einer Spende in unseren Haema Blutspendezentren eine Reihe von Untersuchungen. Selbstverständlich wird für die Blutentnahme nur steriles Einwegmaterial verwendet, so dass eine Infektion für den Spender grundsätzlich ausgeschlossen ist.

Untersuchung der Spendetauglichkeit

Untersuchung der Spendetauglichkeit

Bevor ein Spender das erste Mal spenden darf, wird er gründlich von einem Arzt untersucht. Dabei wird auch seine Anamnese erhoben, die die Spendetauglichkeit überprüft. Vor jeder weiteren Spende wird der Gesundheitszustand anhand eines Fragebogens erneut abgefragt. Jeder Spender muss die Richtigkeit seiner Angaben zu folgenden Punkten mit seiner Unterschrift bestätigen:

• Vorerkrankungen
• derzeitige Einnahme von Medikamenten
• eventuelles Risikoverhalten des Spenders

Hier können Sie sich zu unseren allgemeinen Spendebedingungen der Haema Blutspendezentren informieren. Sollten Fragen auftauchen, stehen unsere Ärzte jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Selbstausschluss der Blutspende oder Plasmaspende

Selbstauskunft zur Blut- oder Plasmaspende

Nach jeder Spende erteilt der Spender Auskunft über die Verwendung seines Blutes. Auf dem Spenderausschlussbogen kreuzt er die Zulassung oder Sperre seiner Spende an.

Sollten nach der Spende in irgendeiner Art Zweifel an der eigenen Spendereignung entstehen, so hat der Spender damit jederzeit die Möglichkeit die Blutspende zur weiteren Verwendung am Patienten sperren zu lassen.

Labortests der Blutspenden und Plasmaspenden

Labortestung der Blut- und Plasmaspenden

Die Freigabe der gewonnenen Blut- oder Plasmaspenden setzt eine Reihe von Laboruntersuchungen voraus, deren Ergebnis eindeutig negativ sein muss bzw. bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten darf. Dabei werden u. a. Labortests auf folgende Erreger durchgeführt:

  • Gelbsucht (Hepatitis): Untersuchung auf Hepatitis B (Hepatitis-B-Antigentest) und Hepatitis C (Hepatitis-C Antikörpertest)
  • AIDS-Test (HIV-Antikörpertest)
  • Syphilis-Test (TPHA-Test) zum Nachweis einer akuten oder alten Syphilisinfektion
  • PCR-Testung (Untersuchung auf das Erbgut von Hepatitis A-, B- & C-, HI- und Parvoviren)
Quarantäne für Plasmakonserven

Quarantäne für Plasmakonserven

Das Blutplasma wird einer Sicherheitsquarantäne von vier Monaten unterzogen. Dies bedeutet, dass das Plasma erst für die Gabe an Patienten freigegeben wird, wenn der Spender nach dieser Zeit erneut zur Spende oder Untersuchung kommt und ein zweiter negativer Hepatitis- und HIV-Test vorliegt. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Spender dauerhaft und möglichst regelmäßig zur Spende kommen.

Blutspendegesetz

Behördliche Kontrolle der Blut- und Plasmaspenden

Die Herstellung von Blutkonserven und Blutprodukten unterliegt einer Reihe von Gesetzen. Die Testverfahren und Qualitätssicherungsmaßnahmen von Haema reichen über die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen hinaus. In regelmäßigen Abständen werden die gesamten Prozesse und Kontrollmechanismen der Haema von den zuständigen Landesbehörden sowie der obersten Bundesbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut, geprüft und auditiert.