Spendearzt

Ärzte sind in den Haema Blutspendezentren für die medizinische Beaufsichtigung des Spendebetriebes gemäß den Vorschriften des Transfusionsgesetzes und den Richtlinien zur Gewinnung von Blut- und Blutbestandteilen und Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) in der jeweils aktuellen Fassung verantwortlich. Im Rahmen dessen ergeben sich u.a. folgende Aufgabenbereiche:

Spenderauswahl

Im Blutspendezentrum legen die Ärzte die grundsätzliche Spendeeignung vor der ersten Spende fest und prüfen diese in regelmäßigen Intervallen. Zusätzlich wird bei jeder Spende die aktuelle Spendetauglichkeit bestimmt. Hierfür prüfen die Ärzte den vom Spender ausgefüllten Fragebogen und werten diesen zusammen mit dem Spender aus. Dabei wird eine umfassende Anamneseerhebung durchgeführt, bei welcher der Spender körperlich untersucht und die Vitalzeichenbefunde überprüft werden. Unter Berücksichtigung gesetzlicher Richtlinien und des internen Qualitätsmanagementsystems beurteilen die Ärzte die Spendertauglichkeit und geben den Spender zur Blut- oder Plasmaspende frei.

Ärzte informieren die Erstspender über Wesen, Bedeutung und Durchführung der Blutspende und sind verantwortlich für die sachkundige Aufklärung über eventuelle Risiken und potentielle Nebenwirkungen der Spende, die bei Spendern und potentiellen Empfängern der Blutprodukte auftreten können. Eventuelle Befunde werden im Gespräch mit dem Spender besprochen.

Überwachung der Spende

Im Spendesaal führen Ärzte schwierige Punktionen oder gegebenenfalls Umpunktionen durch. Sie betreuen insbesondere Spender mit Reaktionen während und nach der Spende und leiten bei Zwischenfällen entsprechende Notfallmaßnahmen ein. Sie gewährleisten die Spendersicherheit notfalls durch Spendenabbruch.

Bei Vorliegen von Ausschluss- bzw. temporären Rückstellungsgründen ist der Arzt verantwortlich für die Spendersperrung bzw. Anordnung und ggf. Durchführung von Kontrollblutabnahmen. Er erstattet Bericht an den Leiter der Herstellung und den Leiter der Qualitätskontrolle bei reaktiven Produkten und bestellt Spender zur Kontrolluntersuchung ein.

Insgesamt tragen die Ärzte für die Einhaltung der Maßnahmen zur Qualitätssicherung und der Einhaltung medizinisch-technischer Bestimmungen nach den gesetzlichen Auflagen zur Qualitätssicherung in ihren Aufgabenbereichen Sorge. Sie sind für die Sicherung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit für Spender, Personal und Blutproduktempfänger bzw. -abnehmer verantwortlich.

Um diese Aufgabenbereiche erfolgreich realisieren zu können, nehmen Ärzte regelmäßig an internen und externen Weiterbildungen teil.

Voraussetzungen für diese Tätigkeit

Für diese Position ist ein erfolgreich absolviertes Medizinstudium erforderlich. Die Approbation oder Vorlage einer Konformitätserklärung bzw. EU-Bescheinigung der zuständigen Ärztekammer zur Erlangung der Approbation als Arzt/Ärztin in Deutschland wäre dabei vorteilhaft. Möglich und auch ausreichend ist aber auch die Vorlage einer Berufserlaubnis zur Ausübung des Berufes eines Arztes, die ggf. bei Vorliegen der Voraussetzungen in Zusammenarbeit mit der Haema als Arbeitgeber beantragt werden kann. Zudem sind Erfahrungen im Umgang mit EDV ebenso erwünscht, wie eine offene und zielorientierte Arbeitsweise.

Entwicklungsmöglichkeiten

In verschiedenen Regionen besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Facharzt für Transfusionsmedizin. Hilfreich hierfür ist es, wenn die hierfür notwendigen zwei Jahre Klinik bereits absolviert sind.

Ärzte können bei Haema bestimmte Funktionen übernehmen, die vom Arzneimittel- und Transfusionsgesetz vorgeschrieben werden und gewisse Verantwortlichkeiten bzw. Zuständigkeitsbereiche beinhalten. Hierzu zählen insbesondere die Funktion der Leitenden Ärztlichen Person nach dem Transfusionsgesetz, der Leiter der Herstellung oder die Sachkundige Person nach dem Arzneimittelgesetz. Voraussetzung hierfür sind langjährige Erfahrungen im Blutspendewesen und geforderte Qualifikationen, wie z. B. die Facharztausbildung im Bereich Transfusionsmedizin für die Funktion der Leitenden Ärztlichen Person.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Position des Zentrumsmanagers zu übernehmen. Hierfür wurde ein internes Führungskräfteentwicklungsprogramm entwickelt, welches gezielte Seminare sowie spezielle Mentorenprogramme beinhaltet. Voraussetzung hierfür sind einerseits langjährige Erfahrungen innerhalb der Haema Gruppe sowie andererseits eine entsprechende Einsatz- und Mobilitätsbereitschaft.

Unsere Spendezentren,
in Ihrer Nähe
Mirko (38)
Was ist vor einer Spende zu beachten?

Kommen Sie nie mit leerem Magen zur Spende. Am besten nehmen sie zwei Stunden vor der Spende eine fettarme Mahlzeit zu sich. Trinken Sie im Vorfeld ausreichend alkoholfreie Getränke. Vermeiden Sie Hektik vor und nach der Spende.











copyright Haema 2010 | Kontakt | Impressum | Sitemap | Suche | letzte Änderung: 13.07.2010 08:48