
Das Spenderblut wird auf Infektionen wie Hepatitis und HIV untersucht. Außerdem werden Leber-, Eiweiß- und Eisenwerte gemessen und die Blutgruppe bestimmt. Eine Blutkonserve kann bis zu 47 Tage gelagert werden. Um das Blut flüssig zu halten, wird es während der Spende in einen sterilen Entnahmebeutel geleitet, in dem sich ein gerinnungshemmendes Mittel befindet. In unserem Labor wird das Blut getrennt in Plasma, Erythrozyten und Thrombozyten. Dadurch ist es möglich, dem Patienten genau die Bestandteile zu verabreichen, die er benötigt.
Das Blutspendewesen und die Versorgung der Patienten ist eine nationale Aufgabe. Jedes EU Land ist somit verpflichtet selbst Sorge für die Sicherstellung von Blutprodukten zu tragen. Die in Deutschland abgenommenen Blut- und Plasmaprodukte werden in Deutschland verarbeitet und verabreicht.
Um die Versorgungssicherheit mit zu tragen, verfügt der Haema Blutspendedienst in Berlin, Dresden, Essen und Leipzig und in einer Reihe von Krankenhäusern über Depots. Von dort aus werden alle regionalen und überregionalen Anfragen aus Universitätskliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen bearbeitet.
In äußerst seltenen Fällen humanitärer Hilfe können in Deutschland abgenommene Blut- und Plasmaprodukte ins Ausland geliefert werden.

