Plasmaspende

Blutplasma - Mehr als Wasser

Das Blutplasma ist eine klare gelbliche Flüssigkeit, die zu 94 Prozent aus Wasser und 6 Prozent gelösten Stoffen besteht. Der Anteil des zellfreien Plasma am Blutvolumen beträgt etwa 55 Prozent.

Das Plasma dient als wichtiges Transportmedium für Zucker, Fette, Hormone, Sauerstoff, Kohlendioxid und Stoffwechselendprodukte. Zusätzlich ist es das Speicher- und Transportmedium von Eiweißen und Gerinnungsfaktoren. Im Plasma zirkulieren auch die Blutzellen, die durch dieses Medium in verschiedene Bereiche des Körpers gelangen.

Die einzelnen Bestandteile des Plasmas erfüllen viele wichtige Funktionen, die nicht anderweitig ersetzbar sind.

Plasma ist eine durchsichtige, leicht gelbliche Flüssigkeit, die rund die Hälfte des Blutes ausmacht.

Die Plasmaproteine bilden einen wichtigen Bestandteil des zentralen Abwehrsystems des Körpers, indem sie Antikörper, so genannte Globuline und Enzyme transportieren, die als Abwehrstoffe des Blutes fungieren und so den Organismus vor Angriffen von Außen schützen.

Zudem können die Plasmaeiweiße verschiedenste Stoffe und auch wasserunlösliche Substanzen binden, um diese durch den Körper zu transportieren. Besonders wichtig ist die sogenannte Lieferanten-Funktion der Plasmaeiweiße bei der Versorgung des Körpers mit den erforderlichen Nährstoffen. Auch befördert das Plasma Hormone und Botenstoffe an die richtigen Stellen, durch die eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Körperteilen möglich wird. Ganz bestimmte Eiweißstoffe des Plasmas wie zum Beispiel das Fibrinogen, Prothrombin und eine Vielzahl Gerinnungsfaktoren sorgen für die Blutgerinnung im menschlichen Körper. Sie werden dem Plasma bei Bedarf entzogen und sind im Zusammenspiel mit den Blutplättchen und der Wundoberfläche für die Blutstillung zuständig.

Ein weiterer Eiweißstoff, Albumin genannt, verhindert den Austritt von Wasser aus den Gefäßen. Das Albumin bindet mit seinem onkotischen Druck das Wasser im Blutkreislauf; gleichzeitig ist es das wichtigste Transporteiweiß.

Bei der Plasmapherese, so heißt der technische Vorgang der Plasmagewinnung, wird dem  Spender in mehreren Zyklen Blut aus der Armvene entnommen. Das Plasma wird maschinell über eine kleine Zentrifuge in einer Glocke (PCS2, MCS+) oder über einen Filter (A200) von den übrigen Blutbestandteilen getrennt und in einem Beutel gesammelt. Die Blutzellen werden anschließend dem Spender wieder zugeführt. Zusätzlich erhält der Spender meist eine Kochsalzlösung zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes.

Die Plasmaspende ist deshalb sehr schonend und kann wesentlich häufiger durchgeführt werden als die Blutspende. Eine Plasmaspende ist alle vier Tage bis zu einer Gesamtmenge von 28,5 Litern im Jahr möglich.

Dem Patienten kommt das Plasma entweder als daraus gewonnenes Medikament oder als Transfusion bei Mangel an Plasmaproteinen zum Beispiel nach großen Blutverlusten oder bei einer Blutungsneigung zu Gute.

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Was passiert mit meiner Blutspende?

Alle Blutspenden werden auf Infektionen wie Hepatitis und HIV untersucht. Außerdem werden Leber-, Eiweiß- und Eisenwerte gemessen und die Blutgruppe bestimmt. Das Blut wird getrennt in Plasma, Erythrozyten und Thrombozyten. Diese drei Bestandteile werden gekühlt bzw. tiefgefroren. Dadurch ist es möglich, dem Patienten genau die Bestandteile zu verabreichen, die er benötigt.











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