Hier finden Sie Wissenswertes und Interessantes über das Blutspenden.
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A
wie Allgemeine Spendebedingungen
Die Allgemeinen Spendebedingungen informieren Sie über die Zulassungskriterien zur Blutspende.
wie Aufwandsentschädigung
Blut spenden gibt Ihnen ein gutes Gefühl, denn Sie helfen mit Ihrer Spende einem Patienten, vielleicht retten Sie sogar sein Leben. Damit Ihnen durch Ihre Spende keine Nachteile entstehen, bezahlt die Haema eine nach §10 Transfusionsgesetz mögliche, pauschalierte und spendenartabhängige Aufwandsentschädigung.
B
wie Blut
Blut ist ein Organ, oder "flüssiges Gewebe". Ein erwachsener Mensch hat ein Blutvolumen von ca. 4,5 bis 6 Litern. Blut besteht aus festen Bestandteilen, den Blutkörperchen und den Blutplättchen, sowie einer flüssigen Phase, dem Plasma mit den Plasmaeiweißen.
Der prozentuale Anteil der Blutkörperchen beträgt beim Mann durchschnittlich 46% und bei der Frau durchschnittlich 41%.
Man nennt das den Hämatokritwert.
wie Blutbestandteile
rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) sehen aus wie kleine runde Ufos mit einer Delle in der Mitte. Sie haben einen Durchmesser von etwa 7 µm und sind 2 µm dick. Sie sind hauptsächlich für den Transport von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) zwischen der Lunge und den Organen bzw. Geweben verantwortlich.
Erythrozyten werden beim Erwachsenen im roten Knochenmark und beim ungeborenen Kind (Fetus) in Leber und Milz gebildet.
Die Bildung der Erythrozyten wird hormonell gesteuert.
Ein Erythrozyt lebt ungefähr 100 bis 120 Tage. Die rote Farbe verdankt das Blutkörperchen dem Hämoglobin (Hb).
Zum Aufbau des Farbstoffes benötigt der Körper Eisen, Vitamin B12 und Folsäure in ausreichenden Mengen.
Hämoglobin ist lebenswichtig für die Sauerstoffversorgung.
weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
Die weißen Blutkörperchen sind eher farblose oder weiße Zellen und enthalten kein Hämoglobin. Man unterscheidet zwischen Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten.
Die Größe der Leukozyten schwankt zwischen 7 µm (Lymphozyten) und 20 µm (Monozyten).
Die Leukozyten sind die "Aufpasser" im Blut. Befinden sich Krankheitserreger im Gewebe, versuchen die Leukozyten diese Erreger zu zerstören und zu verdauen. Man spricht auch von Fresszellen.
Blutplättchen (Thrombozyten)
Blutplättchen sind farblose, dünne Scheibchen mit einem Durchmesser von ca. 3 µm. Sie werden im Knochenmark aus Knochenmarksriesenzellen gebildet und sind verantwortlich für die Blutgerinnung.
Flüssiger Anteil (Plasma)
Das Blutplasma ist eine klare gelbliche Flüssigkeit, in der die Blutzellen schwimmen. Es besteht zu 90% aus Wasser.
Im Plasma befinden sich u. a. die Plasmaeiweiße. Sie sorgen für den richtigen Druckausgleich, sind für die Gerinnung zuständig und tragen Abwehrkräfte des Blutes. Außerdem besitzen sie die Fähigkeit, verschiedene Stoffe zu binden. Plasma dient auch als Transportmittel für wasserunlösliche Substanzen.
Neben organischen Substanzen trägt das Plasma auch anorganische Substanzen, wie Salze, in sich.
Übrigens: Auf fettarme Ernährung achten. Zu "fettes" Plasma muss verworfen werden.
wie Buffy Coat
Der Buffy Coat entsteht während der Zentrifugation des Blutes. Diese Grenzschicht zwischen den roten Blutkörperchen und dem Blutplasma besteht aus weißen Blutkörperchen und Blutplättchen.
C
wie CMV
CMV-Spender gesucht! Wir suchen ständig Spender, die eine CMV Infektion (eine grippeähnliche Viruskrankheit) durchgemacht haben. Das Blut ist dauerhaft immunisiert und kann so für bestimmte Medikamente genutzt werden.
D
wie Dauerspender
Oft kommen unsere Spender in regelmäßigen zeitlichen Abständen über mehrere Jahre. Die Spendetermine richten sich nach den in den "Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen (Hämotherapie)" der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Institutes festgelegten zeitlichen Abständen. Unsere Dauerspender stehen bei akutem Bedarf auch auf Abruf zur Blutspende bereit.
Der Wiederholungs- oder Gelegenheitsspender spendet Blut in größeren, unregelmäßigen Abständen, steht aber zumeist nicht auf Abruf zur Verfügung.
E
wie Erstspende
Die Erstspende ist immer eine Vollblut- oder maschinelle Blutspende. Die ärztliche Untersuchung dauert etwas länger, da sich der Arzt zunächst ein umfassendes Bild vom Spender machen muss.
F
wie Fraktionierer
Das sind pharmazeutische Unternehmen, die aus den unterschiedlichsten Blutbestandteilen lebenswichtige Medikamente herstellen. (z. B. Gerinnungspräparate für Bluter, Immunglobuline zur Infektionsabwehr, besonders für Krebspatienten)
G
wie Geld
Abgegebene Spenden sind freiwillig und grundsätzlich kostenlos. Aber: Als Dauerspender erhalten Sie eine pauschale Aufwandsentschädigung für die Zeit, die Sie in unserer Blutspendezentrale verbracht haben.
H
wie HIV und Hepatitis A, B, C.
Jede Spende wird bei uns auf diese Viren untersucht.
I
wie Identitätskontrolle
Um zur Spende zugelassen zu werden, müssen Sie bei der Anmeldung einen gültigen Personalausweis bzw. einen Reisepass mit einer max. drei Monate alten Meldebescheinigung vorlegen. Ein Führerschein o.ä. Dokumente mit Lichtbild werden nicht anerkannt.
Um auch Verwechselungen bei der Spende auszuschließen, erfolgt eine mehrfache Identitätskontrolle. Sie werden viele Male von unseren Mitarbeitern nach Name und Geburtsdatum gefragt.
J
wie Jamaika, Jemen
Wir erfragen Ihre Reisetätigkeiten und informieren Sie, wenn Sie wollen, auch im Vorfeld über nötige Impfungen in Ihrem Zielgebiet.
K
wie Knochenmark
Das Knochenmark ist in seiner Gesamtheit eines der aktivsten und größten Organe des menschlichen Körpers. Blutzellen werden hauptsächlich hier gebildet.
L
wie Lampenfieber
Ja, viele unserer Spender kommen das erste Mal "mit flauem Gefühl im Magen", aber das gibt sich spätestens im Spenderaum, wenn die netten Schwestern und Pfleger die Spende abnehmen.
M
wie Mitarbeiter
Unsere Mitarbeiter arbeiten gerne mit Menschen, deshalb haben sie sich für diesen Beruf entschieden. Sie werden monatlich geschult und bewahren auch in stressigen "Hoch-Zeiten" einen kühlen Kopf.
wie Medikamenteneinnahme
Von der Blutspende auszuschließen sind Person, die ständig Medikamente benötigen (zur Klärung im Arztgespräch).
N
wie Nebenwirkungen
Nebenwirkungen der Blutspende können Kreislaufreaktionen sein. Bester Schutz dagegen ist einfach: vorher viel trinken und nicht mit leerem Magen spenden kommen. Außerdem kann sich an der Einstichstelle ein Hämatom (blauer Fleck) bilden.
wie Natriumchloridlösung (Kochsalzlösung)
Der häufigste Grund, warum ein Spender nicht zur Spende zugelassen werden kann, ist ein zu niedriger Hb-Wert (Hämoglobin= roter Blutfarbstoff, zu dessen Bildung Eisen benötigt wird). Wir bemühen uns deshalb seit langem, den Verlust von roten Blutzellen beim Plasmaspenden möglichst niedrig zu halten. Wenn am Ende der Spende die Glocke und die Schläuche mit physiologischer Kochsalzlösung gespült werden, kann dieser Verlust reduziert werden. Bei einer Zufuhrgeschwindigkeit von 100 ml/Minute dauert die Spende dann ein paar Minuten länger. Es handelt sich nicht um eine Zufuhr von Kochsalz, sondern um die Zufuhr einer Flüssigkeit, die der Salzkonzentration des Plasmas im Körper entspricht (0,9%= physiologisch). Die zusätzliche Volumenzufuhr beeinflusst die Kreislaufverträglichkeit der Spende positiv.
O
wie Ohrlöcher
Ohrlöcher sind sicher schick und modern. Dieser Eingriff muss aber laut Spendebedingungen mindestens vier Monate her sein, um das Risiko einer Infektion zu vermeiden.
P
wie Personalausweis
Um zur Spende zugelassen zu werden, müssen Sie bei der Anmeldung einen gültigen Personalausweis bzw. einen Reisepass mit einer max. drei Monate alten Meldebescheinigung vorlegen. Ein Führerschein o.ä. Dokumente mit Lichtbild werden nicht anerkannt.
wie Piercing
Das Piercing muss mindestens vier Monate zurückliegen, um spenden zu dürfen.
wie Plasmaabnahmemenge
In den Standards der Bundesärztekammer und des PEI (Paul Ehrlicher Instituts) zur Gewinnung von Blut und Blutplasma wurde festgeschrieben, dass die Plasmaentnahmemenge 850 ml beträgt. Ausgenommen von dieser Regelung sind Spender die dafür ein zu geringes Blutvolumen haben, also Männer unter 85 kg und Frauen unter 90 kg, hier ist die Plasmamenge auf 750 ml begrenzt.
Aus mediziner Sicht sollte ein männlicher Spender mit einer Körpermasse von 85kg bzw. eine weibliche mit 90kg die Entnahmemenge von 850ml genau so gut vertragen wie ein Spender mit einer Körpermasse von 65kg die Entnahmemenge von 750ml, da die prozentale Menge des Blutvolumens ähnlich ist.
Zusätzlich werden noch 10 ml Plasma für die Laboruntersuchungen abgenommen.
Q
wie Qualitätskontrolle
Ein ausgeklügeltes Qualitätsmanagement (QM)- System, welches den Vorgang der Spende von der Annahme bis zur Lieferung der Präparate plant, regelt und kontrolliert, ist Basis für den Spendebetrieb. Jede abgegebene Spende steht zu jeder Zeit auf dem Prüfstand.
R
wie Richtlinien
Jede Einrichtung, die Blut abnimmt, verarbeitet oder an andere abgibt, muss sich an gesetzliche Richtlinien halten. Diese Regularien legen verbindlich fest, welche Untersuchungen für den Spender zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit erfolgen müssen. Außerdem haben die Einrichtungen strenge räumliche und personelle Auflagen sowie genaueste Dokumentationspflichten zu erfüllen. Fachleute und Experten in den Bundesländern, der Regierung und den übergeordneten europäischen Gremien legen diese Richtlinien fest und erlassen Gesetze, die bindend sind (z. B. Transfusionsgesetz, Arzneimittelgesetz).
S
wie Spendereinzugsgebiet
Für alle Blutspendeeinrichtungen sind sogenannte Spendereinzugsgebiete vorgeschrieben, sollten Sie weiter entfernt von einem Spendezentrum wohnen, so informieren Sie sich bitte telefonisch im jeweiligen Spendezentrum.
wie Selbstausschluss (vertraulich)
Spender, die einer Risikogruppe angehören oder die sich einer HIV-Risikosituation ausgesetzt haben, bekommen die Möglichkeit, uns, frei von eventuellem "Gruppenzwang" durch Freunde, Familienangehörige und Kollegen, vertraulich mitzuteilen, dass ihr Blut ungeeignet für eine Spende ist. Dies tut der Spender, indem er nach jeder Spende Auskunft über die Verwendung seiner Spende erteilt. Auf dem Spenderausschlussbogen kreuzt er die Zulassung oder Sperre seiner Spende an. Auch wenn der Spender seine Spende sperrt, erhält er die Aufwandsentschädigung. Wir vernichten dann das gespendete Blut.
wie Syphilis
Wer denkt diese Erkrankung gab es nur im vorigen Jahrhundert, der irrt. Syphilis kommt auch heute noch vor, daher werden unsere Spender darauf getestet.
T
wie Tätowierung
Eine Tätowierung muss mindestens vier Monate zurückliegen, um spenden zu dürfen.
wie Transfusion
So nennt man die Übertragung von Blut auf den Menschen. Diese bekommen nicht nur Erwachsene. Wir stellen auch Babykonserven her. Diese Präparate haben ein Volumen von 50-60 ml.
U
wie Unverträglichkeit
Welche Blutgruppe passt? Die einzige Blutgruppe, die sich mit allen anderen Blutgruppen verträgt, ist die Blutgruppe Null.
Daher sind bei uns, in Krankenhäusern und Arztpraxen Spender mit der Blutgruppe Null sehr begehrt.
V
wie Vertraulicher Selbstausschluss
Spender, die einer Risikogruppe angehören oder die sich einer HIV-Risikosituation ausgesetzt haben, bekommen die Möglichkeit, uns, frei von eventuellem "Gruppenzwang" durch Freunde, Familienangehörige und Kollegen, vertraulich mitzuteilen, dass ihr Blut ungeeignet für eine Spende ist. Dies tut der Spender, indem er nach jeder Spende Auskunft über die Verwendung seiner Spende erteilt. Auf dem Spenderausschlussbogen kreuzt er die Zulassung oder Sperre seiner Spende an. Auch wenn der Spender seine Spende sperrt, erhält er die Aufwandsentschädigung. Wir vernichten dann das gespendete Blut.
W
wie Wechselspender
Unsere 29 Blutspendezentren befinden sich in Berlin (5), Bonn, Brandenburg an der Havel, Chemnitz, Dresden (2), Dortmund, Erfurt, Essen, Frankfurt/ Oder, Freiberg, Gera, Görlitz, Grimma, Hamm, Jena, Leipzig (2), Lübeck, Plauen, Potsdam, Rostock, Schwerin, Weimar und Zwickau.
Wenn Sie umziehen oder Ihren Arbeitsplatz verlagern, können Sie bequem in das nächstgelegene Zentrum wechseln.
X
wie X- und Y-Chromosomen
Diese entscheiden ob Mädchen oder Junge, ebenso über unsere Blutgruppe.
Y
wie Yersinien und andere Erreger
Diese Erreger können im Blut vorkommen. Darum ist es wichtig, unsere Fragen nach Infektionskrankheiten genau zu beantworten.
Z
wie Zeitschiene
Die Spendeabstände richten sich u. a. nach der letzten Spendeart. Bitte beachten Sie die Abstände, damit Sie nicht umsonst kommen.
In den Standards der Bundesärztekammer und des PEI (Paul Ehrlicher Instituts) zur Gewinnung von Blut und Blutplasma wurde festgeschrieben, dass die Plasmaabnahmemenge 850 ml beträgt.
Ausgenommen von dieser Regelung sind Spender die dafür ein zu geringes Blutvolumen haben, also Männer unter 85 kg und Frauen unter 90 kg, hier ist die Plasmamenge auf 750 ml begrenzt.